Weingläser spielen eine wichtige Rolle in der Weinkultur – eines der ersten Dinge, die einem in einem gehobenen Restaurant, insbesondere in einem westlichen, auffallen, sind die Gläser auf dem Tisch. Reicht einem eine Freundin auf dem Weg zu einer Feier ein Glas Wein, verrät die Qualität des Glases viel über den Wein selbst.
Auch wenn es so scheinen mag, als würde der Präsentation zu viel Bedeutung beigemessen, hat die Qualität des Glases tatsächlich einen erheblichen Einfluss auf das Weinerlebnis. Daher lohnt es sich, die wichtigsten Qualitätsmerkmale kennenzulernen, um sicherzustellen, dass man kein großartiges Erlebnis verpasst, indem man minderwertige Gläser verwendet.
Das erste Kriterium ist die Klarheit. Genau wie beim Weinverkosten können wir die Qualität eines Glases zunächst mit den Augen beurteilen. Ein Weinglas aus Kristallglas (das Blei enthält) oder Kristallglas (das kein Blei enthält) ist deutlich brillanter und klarer als eines aus Kalk-Natron-Glas (das für Fenster, die meisten Flaschen und Gläser verwendet wird). Unreinheiten wie Bläschen oder ein sichtbarer Blau- oder Grünstich deuten ebenfalls auf die Verwendung minderwertigen Materials hin.
Eine weitere Möglichkeit, festzustellen, ob es sich um Kristallglas oder Glas handelt, besteht darin, mit dem Fingernagel auf die breiteste Stelle der Schale zu klopfen – es sollte ein schöner, klingender Ton wie eine Glocke entstehen. Kristallglas ist deutlich haltbarer als Glasglas und splittert oder bricht daher im Laufe der Zeit seltener.
Der zweite wichtige Punkt ist das Gewicht. Kristallglas und Kristallglas sind zwar dichter als Glas, ihre höhere Festigkeit ermöglicht jedoch ein besonders feines Blasen, wodurch Kristallgläser deutlich dünner und leichter als Glasgläser sein können. Auch die Gewichtsverteilung ist entscheidend: Der Standfuß sollte schwer und breit sein, damit das Glas nicht so leicht umkippt.
Allerdings müssen Gewicht und Gewicht des Kelches so aufeinander abgestimmt sein, dass das Glas gut in der Hand liegt und sich leicht schwenken lässt. Verzierte Kristallweingläser sind zwar oft schön anzusehen, aber sie sind recht schwer und können die Sicht auf den Wein im Glas beeinträchtigen.
Der dritte wichtige Aspekt, auf den man bei der Beurteilung der Qualität eines Weinglases achten sollte, ist der Rand. Ein gerollter Rand, der deutlich erkennbar ist, da er dicker ist als der Kelch darunter, vermittelt ein weniger edles Erlebnis als ein lasergeschnittener Rand.
Um diesen Effekt deutlicher zu erleben, kann man ihn verstärken, indem man Wein aus einem dickwandigen Krug mit abgerundetem Rand trinkt: Der Wein wirkt dann dickflüssig und plump. Allerdings ist ein lasergeschnittener Rand zerbrechlicher als ein gerollter, weshalb das Glas aus hochwertigem Kristallglas gefertigt sein muss, um ein Absplittern zu verhindern.
Ein weiterer interessanter Aspekt ist, ob das Glas mundgeblasen oder maschinell hergestellt ist. Das Mundblasen ist ein hochqualifiziertes Handwerk, das von einer immer kleiner werdenden Gruppe ausgebildeter Kunsthandwerker ausgeübt wird und wesentlich zeitaufwändiger ist als das maschinelle Blasen. Daher sind mundgeblasene Gläser teurer.
Die Qualität maschinell geblasener Glaswaren hat sich jedoch über die Jahre so stark verbessert, dass heutzutage die meisten Unternehmen Maschinen für Standardformen einsetzen. Für einzigartige Formen ist das Blasen von Hand jedoch manchmal die einzige Option, da sich die Anfertigung einer neuen Form für eine Glasbläsermaschine nur bei großen Produktionsmengen lohnt.
Ein Insider-Tipp, um maschinell geblasenes von handgeblasenem Glas zu unterscheiden: Bei maschinell geblasenen Gläsern kann sich am Boden eine sehr subtile Vertiefung befinden, die jedoch oft nur von geschulten Glasbläsern erkannt werden kann.
Um es klarzustellen: Unsere Diskussion bezieht sich ausschließlich auf die Qualität und nicht auf Stil oder Form. Ich persönlich bin der festen Überzeugung, dass es kein ideales Glas für jeden Wein gibt – einen Riesling aus einem Bordeauxglas zu trinken, wenn einem der Effekt gefällt, wird den Wein nicht „ruinieren“. Es kommt ganz auf den Kontext, das Ambiente und den persönlichen Geschmack an.
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Veröffentlichungsdatum: 29. Mai 2020
